FZ1 Testbericht

Mein Test- Erfahrungsbericht über die Yamaha FZ1

Seit dem Verkaufsstart der Yamaha FZ1 im Jahre 2006 steht sie sehr in der Kritik bei vielen Test-Fahrern von sämtlichen Motorradzeitschriften. Die FZ1 mischte damals den bereits existierenden Naked-Bike oder auch Streetfighter- Markt richtig auf. Ich hatte eine der ersten ausgelieferten Fahrzeuge und wusste wovon die Redakteure in ihrem Test schrieben, dazu später mehr. Der Motor stammt ja bekanntlich aus dem Supersportmodell R1 Baujahr 2005. Die Leistung wurde von 172 auf 150 PS gedrosselt indem die Verdichtung von 12,7 :1 auf auf 11,5 zu 1 reduziert wurde. Das Mapping für die Zünd- und Einspritzanlage wurde angepasst sowie die Steuerzeiten entsprechend verändert. Die Schwungmasse die für einen ruhigeren Motorlauf sorgt wurde erhöht. Auch die Übersetzung der Schaltbox wurde angepasst, meines Wissens wurden die beiden letzten Gänge kürzer übersetzt.

Leistung

Nachdem ich den Motor endlich eingefahren hatte und sie vom ersten Kundendienst abholte stand auch schon der erste Kurzurlaub zum Gardasee an. Der Durchzug ist im unteren bis mittleren Drehzahlbereich nicht schlecht, aber ich hätte mir schon etwas mehr Bums erhofft. Aber dann, sobald man die 7000 U/min erreicht hat, geht’s richtig zur Sache. Es zerren höllische Kräfte an den Armen bis zum roten Bereich des Drehzahlmessers bei 12000 U/min. Der Motor ist über jeden Zweifel erhaben, die 150 PS schieben ab dem mittleren Drehzahlbereich so kräftig an wie ich es nur von Supersportlern kenne. Der Urlaub ist gut verlaufen und ich war bis auf die Schwäche in der Mitte durchwegs zufrieden. Auf Passstraßen macht sie Laune wenn man nach vielen Schaltvorgängen das Aggregat auf Drehzahl hält.

 

 

Fahrwerk

Die kompakte Sitzposition nahe am geraden Lenker gefällt mir sehr gut und verleitet zum Ausreizen der vollen Leistung. Das gesamte Fahrwerk ist bei der FZ1-N sehr straff ausgelegt, was auf gut ausgebauten Landstraßen für perfekten Fahrspaß sorgt, jedoch bei schlechten Straßen mit Schlaglöchern manchmal stört. In übersichtlichen langgezogenen Kurven auf der Landstraße bleibt sie ihrem Kurs treu bis hin zu extremen Schräglagen. Wo wir gerade bei den Schräglagen sind… selbst wenn die „Angstnippel“ an den Fußrasten abgeschraubt sind, haben selbige häufig Bodenkontakt. Wer schreckhaft ist, wird die ersten male etwas zucken, man lernt aber schnell damit um zu gehen. An Schräglagenfreiheit könnte etwas mehr sein. Im kurvigem und serpentinenreichen Bergland spielt sie jedoch ihre Stärken durch extreme Handlichkeit aus.

Negatives

Wie oben bereits angedeutet, hat dieses sehr beeindruckende Bike im mittleren Drehzahlbereich nicht schön zuredende Schwächen. Genauer gesagt hat sie ein massives Leistungsloch zwischen 5000 und 7500 U/min. Für mich war klar, dass ich mit meinem nigelnagelneuen Moped nicht 100% ig zufrieden war. Genau hier musste ich ansetzen und den mittleren Drehzahlbereich preisgünstig etwas aufpeppen. Nach längeren Recherchen kam ich zum Entschluss mir Ansaugtrichterverlängerungen, einen Sportauspuff  und ein kleineres Ritzel einbauen zu lassen. All das wurde anschließend auf dem Leistungsprüfstand optimiert. Das Ergebnis kannst Du Dir auf dem unten zu sehenden Leistungsdiagrammen ansehen. 

Fazit

Ich bin mit der FZ1 als Spaßmotorrad durchwegs zufrieden. Nach den oben beschriebenen Modifikationen hat sie auch im mittleren Drehzahlbereich ordentlich Druck. Da Koffersysteme meist unschön sind und der Anbau immer mit einem gewissen Aufwand verbunden ist bin ich immer mit Tankrucksack und einer Rolle verreist. Die FZ1 ist nun mal kein Gepäckmuli. 

P.S. In einem Testbericht habe ich einmal folgendes gelesen:
Sie ist stark, sie ist mächtig, sie ist handlich und bremst prächtig.
Ich verbinde diesen Satz mit:
Viel Power, geiles Design, gutes Fahrwerk, Top Bremsen.

 

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